Schulstart

„Viele Migrantinnen und Migranten sind der Meinung, dass das Schweizer Schulsystem genau gleich funktioniert wie in ihren Heimatländern", sagt Verbena Fanti. Seit vier Jahren leitet sie „schulstart+"-Kurse von Caritas, die Eltern mit Migrationshintergrund auf den Eintritt ihrer Kinder ins Schweizer Schulsystem vorbereiten.

Die Eltern besuchen in ihrer Wohngemeinde einen Kurs, wo sie das Schulsystem sowie Förder- und Betreuungsangebote kennen lernen. Das entlastet die Lehrkräfte und vereinfacht ihre Zusammenarbeit mit den Eltern. Die Kinder werden spielerisch auf den Eintritt in den Kindergarten vorbereitet und besuchen Bastel- und Spielnachmittage.

Zudem werden in den Kursen auch die Gepflogenheiten im Kindergarten oder die kulturellen Angebote in den Wohngemeinden thematisiert. Verbena Fanti besucht mit ihrer Klasse jeweils die Gemeindebibliothek: „So lernen die Teilnehmenden die lokalen Angebote zu nutzen und integrieren sich besser". Es komme häufig vor, dass sich die Eltern nach den Kursen für Deutschlektionen anmelden oder etwa beim MuKi-Turnen mitmachen. Verbena Fanti ist aus Brasilien eingewandert und weiss wie es ist, bei Null anfangen zu müssen. Sie bleibt mit den Eltern oft auch nach dem Ende der Kurse in Kontakt und hilft bei Alltagsfragen, zum Beispiel bei der Korrespondenz mit den Behörden. „Das Allerschönste an meiner Aufgabe ist, wenn ich eine Mutter auf der Strasse treffe und diese mir erzählt, dass es ihrem Kind in der Schule gut gehe."


* Bilder anderer Personen verwendet.








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Chantal Galladé
«Ich will, dass alle Kinder und Jugendlichen in diesem Land die bestmögliche Ausbildung und Betreuung bekommen. Nur so haben Armutsbetroffene eine Chance, sozial aufzusteigen.»